.

erinnern - gestalten - bewahren

Ria die Murra - Erotik

Hab Spaß an prickelnden Geschichten!

 

Dem Liebsten in der Ferne


in dich speicheln

aus dir streicheln   

rundum schlüpfen  

zungenhüpfen   

zuckrig gießen  

haut zerfließen   

wär´s so gern  

und Du nicht fern  



Getuschel mit Torte

„Sie ist sehr cremig:“

„Cremig, und süß:“

„Natürlich ist sie süß, was sonst?“

„Ja, aber das Cremige ist doch immer.“

„Nein, manchmal ist die Creme nicht so, so ...“

„Wie, so?“

„Na so cremig eben.“

„Cousine du spinnst.“

„Warum, Creme kann gerinnen oder zu flüssig sein oder sonst was.“

„Ja, ja, Creme ist Creme, lässt sich immer streichen.“

„Das schon, aber der Kuchen, der muss doch auch hübsch aussehen, und zu flüssig geht das nicht mehr.“

„Ja ja, aber streichen lässt sie sich immer noch.“

„Aber nicht auf den Biskuit.“

„Werd´ nicht zickig Cousinchen, da streiche sie halt auf, was weiß ich ... was glotzt Du mich so an?“

„...“

„Das war typisch Du …!“

„Moment mal, die Creme war gut und für den Kuchen gedacht. Und schließlich haben wir noch einen hingekriegt, Kuchen meine ich.“

„Danach.“

„Ja, aber es hat gereicht, war halt ein bisschen weniger Creme.“

„Die Torte schmeckt fast so gut wie unsere damals.“

„Unsere lässt sich nicht übertreffen, ach Cousinchen, wirst Du rot?“

„Du hast angefangen.“

„Nein Du!“

„Nein Du!“

„Leiser.“

„Die adretten Herren da drüben könnte das interessieren.“

„Cousine!“

„Warum nicht.“

„Ich glaube es war ein Versehen.“

„Wie ein Versehen?“

„Na mir ist der Schaber heruntergefallen.“

„Ach ja, jetzt weiß ich es auch wieder. Die Creme war fertig und Du wolltest sie auf den Tortenboden tun, hast noch vorgemacht, wie sich der dumme Hans bei der letzten Tanzstunde angestellt hat, etwa so.“

„Dieser große Trottel.“

„Und bei der ausladenden Gebärde, mit dem Schaber in der Linken, voller Creme, ist sie Dir aus der Hand gerutscht ...“

„Und hat Deinen Oberschenkel gestreift, bevor sie auf dem Boden landete.“

„Hi hi die Creme war soooo lecker, die konnten wir unmöglich verkommen lassen.“

„Unmöglich.“

„Aber es war doch ungerecht.“

„Warum.“

„Ich wollte auch schlecken.“

„Ja ja, Du kleines Nimmersatt.“

„Also Du hast doch angefangen, bücktest Dich, Zunge raus und langsam die süße Soße von meiner Haut genascht.“

„Du warst gierig.“

„Gar nicht.“

„Es klebte noch Sahne an Deinem Mundwinkel.“

„DU warst gierig und hast sie weggenascht.“

„Hmm, das war so süß.“

„Hmm, - MEHR - hast du gesagt.“

„Ich hab´s nicht ganz verstanden.“

„Ja, das kommt öfter vor. Deshalb hast Du Dir noch mehr Creme auf den Mund geschmotzt.“

„Nicht nur auf den Mund, auch in den Mund, tztztz.“

„Na jedenfalls wolltest Du auch, hast mir mit Deinem gierigen Mündchen die Reste vom Gesicht geholt ... und konntest nicht genug kriegen.“

„Nun, der Kuss war Dir nicht unrecht.“

„Nein, das nicht. Und das war ja nur der erste ... ganz viel mehr. Und dann bist Du mit den Fingern in den Topf und klatsch, landete wieder Creme nicht auf dem Biskuit, sondern auf meinem Arm.“

„Die musste ich lecken, war ich doch auf dem Geschmack gekommen. Aber ich wollte doch auch, hab gleich zwei Finger genommen, und ab damit Dir auf Deinen Hals.“

„Deine Zunge war ganz schön gefräßig!“

„War der Küchenboden kalt?“

„Nein, ich glaube nicht. Meinst Du, wir haben das gespürt?“

„Wahrscheinlich nicht. Aber versaut war er, später.“

„Zum Glück hast Du mich ausgezogen ...“

„Und Du mich. Die Fettflecken auf den Kleidern, das hätte eine Schweinerei gegeben.“

„Was für eine Sauerei! Immerhin haben wir den Topf nicht auf den Boden gestellt.“

„Wo denkst Du hin, die schöne Creme, hihi.“

„Na ja, irgendwann hatten wir ja so viel Sahne an uns, da brauchten wir keinen Nachschub.“

„Du hast mich massiert damit.“

„Und Du musstest unbedingt Zunge an Zunge ...“

„- Für straffe Oberschenkel -, hast du gesagt.“

„Na diese Massage war nicht ohne und hat bestimmt etwas bewirkt.“

„... Nicht nur für die Oberschenkel!“

„Aber es war schon ganz ... sportlich ... als Du mit allen Fingern die Oberschenkel immer weiter hochgewandert ...“

„... und später mit Deinem kleinen lüsternen Züngelchen weiter.“

„Aber die Schmotze auf Deinen Brüsten war auch nicht ohne, da hast Du mir die Creme gegönnt.“

„Aber natürlich Cousine.“

„Herrlich, wie es klitscht, wenn die Creme Haut an Haut reibt.“

„Klitscht und kribbelt ...“

„Ja ja.“

„Wenn jemand gekommen wäre.“

„Oh Gott.“

„Der oder die hätte ja mitmachen können.“

„Cousine!“

„Warum nicht. Irgendwann konnte es nicht genug Hände und Zungen überall sein.“

„Hmm, das war schon ... süß.“

„Und dann die Kirsche.“

„Oh Gott die Kirsche!“

„Weißt Du noch?“

„Und ob. Du hast mich angesehen, eine Kirsche in der einen Hand, eine rote Kirsche in der anderen Hand.“

„Eine für Dich und eine für mich.“

„Jeder hat sie aufgelegt, Kirsche zu Pfläumchen, rot zu rot ...“

„... und gaaanz langsam mit sehr viel Genuss weggelutscht.“

„... Du und ich, gleichzeitig ... und noch weiter gesaugt, damit auch das letzte Aroma nicht verloren ginge.“

„Nix ist verloren gegangen, aber das war dann doch die Höhe.“

„Ja ja, die Höhe.“

„Cousine?“

„Ja?“

„Lass uns nach der Torte noch zu mir fahren, ich glaube, ich habe noch Schokoladeneis im Gefrierfach.“

„Oh, das ist eine gute Idee, ein wenig Eis nach der Torte ...“

„... hält die Oberschenkel straff?“

„Hält die Oberschenkel straff!“

 

Im Café „Winkler“ sitzen am Donnerstagnachmittag zwei Damen mit Silberhaar, die eleganten Ausgehkostüme angelegt, auf Samtstühlen. Jede schiebt Stückchen für Stückchen Schwarzwälder Kirsch in den Mund, nippt ab und zu am Kaffee. Dazwischen tuschelt man: „Die Ladys tauschen wohl Backrezepte aus.“


Du kannst mich mal!


  

Es sollte unser zweites Klassentreffen werden. Wir, also eigentlich die Organisatoren Ingo und Diana, zu Schulzeiten Klassensprecher, haben entschieden: Die alte ausrangierte Schützengilde wäre die trefflichste Lokation dafür. Unsere alte Klassengemeinschaft feierte dort grandiose Feste: Grill Saisons mit der Clique, unsere private Abschlussfete und 8 Jahre später das erste Klassentreffen. Das Ideal an der Lichtung: Die Hütte liegt mitten Wald, und zwar so abgelegen, dass man nicht einmal mit den Autos hinkommt. 20 Minuten Fußmarsch durch das Wäldchen, da hört die Zivilisation auf. Aber man kann sich auch dementsprechend ausschweifend benehmen.

Na jedenfalls an besagtem Tag im Juni fanden alle den Weg ins traditionelle Lager, hungrig, durstig und in bester Laune. Bier und Cola und Sekt und zwei Flaschen Selbstgebrannte standen bereit, Würste brutzelten auf dem Schwenkgrill und natürlich hatten die „Hausfrauen“ Partysalate kreiert. Nur die Brötchenkiste vom Bäcker fehlte, sie musste von zwei Leuten geholt werden. Keine Ahnung, warum ausgerechnet Micha und Monique den Dienst antraten. Jeder wusste, die zankten damals beim Abschlussfest so ausschweifend, dass Gläser flogen und Micha von Ingo nach Hause geschickt wurde, damit er Monique nicht eine Scherbe in den Bauch rammte. Die traf ihn zuvor mit einer Hand voll Kartoffelsalat am Hinterkopf, begleitet von jede Menge verbalen Attacken, bin mir nicht sicher, was ihn mehr reizte. Das Klassentreffen war nicht besser, irgendwann gab´s Geschrei: Monique und Micha attackierten sich in Fäkalsprache, keinen wunderte es. Monique verschwand freiwillig, noch bevor die Fetzen flogen. An diesem Tag im Sommer fehlte da draußen ein Flaschenöffner. Die Brötchenholer hätten ihn mitbringen können, waren aber schon weg. Also brach ich ebenfalls in Richtung Parkplatz auf, um einen Öffner aus dem Auto zu besorgen.

Nach ein paar Minuten zu Fuß hörte ich zu Blätterrauschen und Vogelgezwitscher Menschenstimmen. Ich wunderte mich, auf dem Weg vor mir war niemand zu sehen, rechts und links nur Gestrüpp und Bäume. Doch da seitlich, hinter einem Felsen, zwischen Nadelholzstämmen und einem Haufen abgestorbenem Dickicht, ca. 100 Meter entfernt, regte sich etwas Farbiges, es passte nicht in die grün-braune gewachsene Umgebung. Ich blieb stehen, nach kurzem Zögern trieb mich Neugier ab vom Weg in Richtung der seltsamen Bewegungen. Ab Höhe des Felsens erfasste ich konkret - Micha und Monique gestikulierten keine 50 Meter entfernt. Stritten die schon wieder? Außer einem Stimmfetzen Gewirr, mal hoch, Monique, mal tief frequent, erkannte ich Arme und Beine, die hin und her wedelten, zwei Körper, die auf und ab, mal zusammen dann entgegengesetzt hüpften. Was machten die da? Näher bei den beiden lagerte ein Stapel Holzstämme, dahinter könnte ich mich verstecken, um Mäuschen zu spielen. Ganz Pfadfinder, der scheue Tiere nicht vertreiben will, schob ich mich auf dem weichen Boden fast lautlos vorwärts und duckte mich schließlich hinter die Holzmauer. Jetzt gaben Geräusche und Formen mehr Sinn. Allerdings kam bei mir kein zivilisiertes Gespräch an.

„Hexe!“

„Du bist schuld ... das ist nicht wahr ... lass das! Na warte ...“

„Hier du Schlampe.“

„Ohh man ... hast du noch nicht genug?!“

Nur Satzfetzen zischten zu mir herüber. Sie brüllten nicht, ja die beiden bemühten sich, ja nur kein Geschrei zu machen, mit eindringlichem Geflüster, um nicht entdeckt zu werden. Nonverbales wurde umso heftiger ausgetauscht, wie bei einem Match oder Kampf?

Sie traf ihn von hinten am Schienbein, er drehte sich und packte blitzschnell ihr volles Haar am Hinterkopf, zog sie zu sich, sie erwischte ihn an der Hüfte, stieß ihm ihre Krallen ins Fleisch, bis er sie losließ. Wie zwei Kampfhähne standen sie sich gegenüber, fletschten Grimassen, wortlos keuchend. Sie duckte sich, krallte Waldbodenallerlei, pfefferte ihm den Dreck ins Gesicht,

„Du Sau!“

Er rieb sich kurz Waldkrümel aus den Augen, sie jumpte davon, er hinterher, holte sie stürmisch ein, packte sie an der Schulter, schwall sie zu Boden, sie fuchtelte mit allen Extremitäten herum, er drückte ihr Gesicht ins Moos,

„Da friss auch!“

Sie würgte und röchelte, fasste zwei seiner Finger und verdrehte sie so brutal, dass er aufschrie und von ihr ließ, sie schraubte sich aus seiner Fessel, schmiss sich auf ihn, klemmte seine Arme mit ihren wunden Knien ein.

„Na du Aas, was jetzt?“

Dann spuckte sie ihm ins Gesicht. So fixiert lag er bewegungslos, sie deichselte ihren Arm nach hinten, stieß ihre Finger zwischen seine Beine, er jaulte, stemmte sie von sich und nächstens wälzten sich beide auf dem Waldboden, röchelnd und kreischend mit verbalen Zwischenrufen. T-Shirt, Bluse, Rock, Shorts litten unter wüstem Zerren und Reißen und Stoßen und hingen in Fetzen, Haare glichen Filznestern. Fäuste flogen, Füße schossen in Weichteile, Köpfe wurden zu Rammböcken und bald waren die beiden so ineinander verkeilt, dass ihre Gesichter fast verschmolzen. Jetzt fressen sie sich, hämmerte es in meinem Hirn.

Fast, denn nach einer kurzen Schlachtpause nahm das Szenario eine irre Wendung - sie küssten sich!

Und was gerade noch mordlustig tobte, mutierte zu ... Jetzt fochten ihre Zungen, alle Hände lösten Textilfetzen von der Haut, feuerten sie davon, ihre Finger tastete seine Brust entlang, sachte über frisches Blut, grapschte seinen Schwanz, massierte, er glitt ihr den Rücken hinab, nahm ihr Pobacken, senkte alle Zehn in die Rundungen, Röcheln, leichtes Zischen, Schmatzen, alle Bilder und Nuancen drangen in mein Versteck und mir blieb die Spucke weg. Ich glotzte nur noch auf das leidenschaftliche Paar und dachte - mehr! Sie, auf dem Rücken, rollte ihren Körper schlangenartig, er leckte mit der Zunge jeden ihrer Hautpartikel, als wolle er sämtliche Körpersäfte aufsaugen. Als er in ihrem Schoß angekommen war, wölbte sie sich ihm entgegen, keuchte, drückte ihn noch tiefer hinein ... und stieß ihn von sich, um ihn im nächsten Augenblick auf den Waldboden zu schieben. Jetzt tanzte ihr Mund von seiner Nasenspitze, über seine Ohren, Brustwarzen, die Beine entlang, die Innenschenkel hinauf, sog an seinen Eiern und fand schließlich den Schwanz, er verschwand fast vollständig in ihrem gierigen Mündchen. Sie hatte sich rittlings auf ihn geschoben, er versenkte Mund und Nase und eine lüsterne Zunge in ihrer Vagina. Als stöhnende Einheit schoben und drehten und glitten sie umeinander herum, bis sie mit ihren Genitalien verschmolzen. Wieder fresssüchtige Küsse und immer heftigere Stoßbewegungen, Zucken und Schreien und Aufbäumen trieb Mann und Frau in höchste Ekstase, und endlich zur Ruhe. Minutenlang lagen Micha und Monique nach ihrem Kampf ineinander verkeilt, verhüllt nur mit Blut und Säften und braunem Waldleben an sich klebend, leblos und stumm.

Wie in Trance hatte ich es geschafft, mich davon zu schleichen und zum Festgelände zurück zu finden. Seltsamerweise stand die Brötchenkiste neben dem Grill und auf Ingos Frage, ob ich Fuchs und Hase beim „Gute Nacht sagen“ beobachtet hätte, muss ich wohl ziemlich deppert ausgeschaut haben, nach der Lachreaktion in der Runde. Oder war es erst, nachdem Micha und Monique frisch geschniegelt und gebügelt auftauchten, und verkündeten: „Leute, wir haben letzte Woche geheiratet!“


Maskerade


Siri und Tom sind ein Paar. Und sie lieben den Fasching. Vorzugsweise verkleiden sie sich bis zu Unkenntlichkeit. Die Verlockung ist groß, sich vermummt, den ein oder anderen Schabernack zu erlauben.

 

Nun, es gibt einen Maskenball in der Stadt. Siri und Tom wollen hin, in voller Montur natürlich, so ist es geplant. Doch zu dumm, Siri brummt an besagtem Abend der Schädel. Sodass sie lieber das Bett hütet, anstatt ausgehen möchte. Aber ihren Tom ermutigt sie:

"Geh Du, komm hab Spaß, das geht auch ohne mich."

 

Er folgt brav, verkleidet sich ganz in Gold, mitsamt der venezianischen Maske und startet in eine vielversprechende Nacht. Etwas später fühlt sich Siri besser und sie beschließt, Tom nachzufolgen. Bei der Gelegenheit könnte sie ihm ein wenig auf den Zahn fühlen, denkt sie schlau. Zumal er Siri mit dem brandneuen, blutroten Barockkleid mit der unschuldig weißen Gesichtsmaskerade mitsamt schmeichelndem Daunenkranz ums Angesicht nicht gleich erkennen wird.

 

Ein Weilchen nach ihrem Mann erscheint die rote Siri auf dem Ball und sucht Tom im brodelnden Menschensud. Da, bald wird sie fündig. Das goldenes Element reckt sich besonders quirlig um berockte Teilnehmerinnen. Er tanzt hier und da, tuschelt an nacktweißen Öhrchen, busselt gern und viel, stößt an, mit Gläsern und Körperteilen, Siri bemerkt, er hat seinen Spaß.

 

Genug denkt sie, jetzt will sie ihren Teil haben und ihren Liebsten ein wenig überraschen. Sie begibt sich in des Goldis Nähe, maskiert natürlich, damit es spannend bleibt. Zunächst tänzelt sie um ihn herum, animiert ihn, es ihr gleich zu tun. Er reagiert, erkennt sie aber scheinbar nicht, sich zugewandt zucken sie gemeinsam zum Beat. Siri schwingt Schlangen gleich, wirft den Kopf zurück, lacht, reckt und streckt heraus, was sie hat, erst vor ihm, dann um ihn, näher, ganz dicht, Arme Beine finden sich, hier und da, dann dauerhaft, später eng umschlungen.

 

Nach einer Weile drängt sie an den Rand, deutet auf die Theke, stößt mit ihm an, weicht sich und ihn in Wein und Sekt - und weiter süßes Körperschlingeln. So fängt sie sich den goldenen Tom, wickelt ihn ein, reibt sich an ihm und entführt ihn schließlich ins dunkelste Eck der Garderobe.

 

Rot und Gold raspeln Haut, freche Hände fischen unterm Textil, tauchen in verbotene Tiefen, locken lustvolle Laute und bringen Säfte zum Branden. Sie zerren, ziehen, stoßen, schmatzen und ficken, was das Zeug hält. Das goldene Lächeln und die unschuldig weiße Mine Aug an Aug. Stöhnen, Grunzen, Fauchen, ohne Worte, die braucht es nicht, alle Gliedmaßen sprechen ihre eigenen Sprache, heiß und feucht und umeinander wirbelnd.

Das Spielchen gefällt beiden. Aber Siri möchte noch den besonderen Moment.

 

Nachdem ihre größte Lust befriedigt ist, reißt sich die Dame los, hechtet urplötzlich zurück in die Menschenmenge, und löst sich darin auf. Der goldene Tom starrt ihr verdattert nach, zuckt dann mit den Achseln - um kurz darauf wieder in der Festgemeinde einzutauchen und neuen Rockzipfeln nachzujagen. Zu der Zeit ist Siri längst auf dem Heimweg.

 

Viel später, zuhause im Bett, lagert Siri unterm fetten Federbett, sittsam ins Nachthemd gehüllt. Mit einer Bettlektüre ausgestattet, empfängt sie Tom.

Siri:    Hast du dich gut amüsiert?

Tom:  Nein, auf solchen Partys habe ich ohne dich keinen Spaß.

Siri:    Hast du auch getanzt?

Tom:  Nein, ich hab mich mit ein paar Freunden getroffen, gepokert. Aber mein Kumpel, dem ich mein Kostüm geliehen hab, der hat sich wohl ziemlich gut amüsiert.




Anrufen
Email